Der Handarbeits-Boom hält an, so berichtete Angela Probst-Bajak, die Sprecherin der Initiative Handarbeit auf der h+h cologne.

Die Auslöser des Handarbeits-Booms

Die Freude am Selbermachen begeistert immer mehr Frauen in Deutschland. Als Gründe hierfür werden genannt:

– sich selber verwirklichen,
– die eigene Kreativität ausleben und
– dabei individuelle Produkte schaffen.

Eine repräsentative Studie der GfK Nürnberg ergab, dass 66 Prozent der Frauen ab 14 Jahren  aktuell Handarbeit als Hobby angeben – das ist im Vergleich zu 2013 ein Zuwachs von 8 Prozent. Am beliebtesten sind dabei nähen (43 Prozent) und stricken (29 Prozent), gefolgt vom häkeln (19 Prozent), so die im Auftrag der Initiative Handarbeit erstellte Umfrage.

Der Handarbeits-Boom: Top Gründe für Handarbeit Handarbeits-Boom Der Handarbeits-Boom hält anHauptgrund für das nähen, stricken, häkeln oder Sticken ist laut der Umfrage mit 61 Prozent der Spaß am Selbermachen. Für 36 Prozent ist es wichtig, mit ihrem Hobby Unikate zu schaffen. 29 Prozent gaben als Grund an, dass Selbermachen günstiger sei als Kaufen. Für 9 Prozent ist das Reparieren kaputter Dinge wichtig.

Der Handarbeits-Boom: Nähen ist einer der beliebtesten Handarbeiten Handarbeits-Boom Der Handarbeits-Boom hält an

Die Gruppe der Jüngeren wächst

Der Handarbeits-Boom profitiert durch das wachsende Interesse vor allen Dingen der jüngeren Generation: 27 Prozent der Handarbeiterinnen sind zwischen 14 und 39 Jahren alt (2013: 25 Prozent).

Der Handarbeits-Boom: Alterstruktur der Handarbeiterinnen Handarbeits-Boom Der Handarbeits-Boom hält an

Männer nehmen  mit einen Anteil  von lediglich circa zwei Prozent einen geringen Stellenwert im Handarbeitssektor ein. Allerdings sei stricken und häkeln  unter jungen Männern derzeit  stark im Trend. Der Männer-Anteil könnte auf bis zu fünf Prozent anwachsen, laut Sprecherin der Initiative Handarbeit, Angela Probst-Bajak.

Hauptsächlich wird Kleidung für Erwachsene angefertigt (40 Prozent). Auf Platz zwei liegt Wohn-Deko (32 Prozent), gefolgt von Accessoires mit 28 Prozent. 74 Prozent der Handarbeiterinnen fertigen am liebsten Dinge für sich selbst an. 67 Prozent machen auch regelmäßig etwas für ihre Familie. 23 Prozent verschenken gerne Selbstgenähtes oder –gestricktes.

Das Internet gewinnt gerade bei der jüngeren Handarbeiterin in Bezug auf Informationen an Bedeutung. Beim Kauf von Garnen, Stoffen und DIY-Zubehör spielt aber die Möglichkeit, Materialien selbst begutachten zu können, eine große Rolle. Wichtigste Einkaufsquelle ist nach wie vor der Fachhandel und die Fachabteilungen der Kaufhäuser.

Der Handarbeits-Boom: Umsatzplus bei Garnen Handarbeits-Boom Der Handarbeits-Boom hält an

Umsatzzuwächse im Markt für Handarbeitsbedarf

Den Handarbeits-Boom belegt die Handarbeitsbranche durch große Umsatzzuwächse. Deutsche Frauen und Männer kauften im Jahr 2013 Handarbeitsbedarf für 1,35 Milliarden EURO  (2012: 1,2 Milliarden EURO). Das ist eine Umsatzsteigerung von rund 13 Prozent. Dabei wurde ein besonders großes Plus  bei Strick- und Häkelgarnen sowie bei Stoffen verzeichnet. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht.

Der Handarbeits-Boom: Entwicklung der Marktsegmente Handarbeits-Boom Der Handarbeits-Boom hält an

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