Aus herrlich weicher Angorawolle wird dieser luftig leichte Schal gestrickt. Mit einer kleinen Naht entsteht aus dem Schal ein flaumiger Loop, der locker zweimal um den Hals gewickelt werden kann. Eine weitere Naht schafft aus dem Loop eine trendige Weste. Sie kann wunderbar über einem Kleid, einer Tunika oder einem Top getragen werden und sorgt für angenehmes warmes Wohlgefühl.

Edel ist das Material, das für diese wunderbare Anleitung verwendet wird. Schon beim stricken erkennst du die Flauschigkeit des handgesponnenen Garnes. Es ist leicht, weich und wärmt hervorragend. Das Strickmuster kommt der Leichtigkeit des Materials entgegen. Feine Streifen aus zwei rechten und zwei linken Maschen mit einzelnen Verzopfungen in größeren Abständen bilden ein wunderbares Maschenbild.

Zum stricken des Schals werden 7 Stränge Angora Suave von Pascuali  à 25 g benötigt.

Angora Suave besteht aus 100 % allerfeinster handgesponnener Angorawolle. Die Wollfasern der Angora Suave haben die ungewönliche Länge von bis 110mm. Sie wird dadurch in die qualitativ höchste Klasse 1 eingruppiert. Wir konnten beim stricken feststellen, dass das Garn, bedingt durch die langen Fasern, so gut wie gar nicht flust.   Wegen des starken Ölgehalts der Faseroberfläche ist die Faser stark wasserabstoßend. Sie wird leicht elektrostasisch aufgeladen und eignet sich wegen dieser Aufladung und wegen ihres hohen Wärmerückhaltungsvermögens unter anderem auch für rheumalindernde Bekleidungen. Die exklusive handgesponnene Angorawolle braucht selten gewaschen zu werden, da die naturbelassenen Fasern stark schmutzabweisend sind.

Angorawolle ist wegen tierquälerischer Methoden bei der Wollernte stark in Verruf geraten. Herrn Pascuali ist es ausgesprochen wichtig, dass seine Wolle von Tieren stammt, die artgerecht gehalten werden. Deshalb hat er bewusst eine kleine Farm in Argentinien entschieden, von der er die Angora Suave bezieht. Paul Pascuali, der viele Jahre selber in Argentinien gelebt hat, war persönlich auf der Farm und hat in einem Video die Lebensbedingungen und die Schur der Angorakaninchen festgehalten. Da die Farmer vom Verkauf der Wolle kaum überleben können, hat Nicolas, der Sohn des Farmers, die Idee, das Spinnen zu erlernen. Damit wird die geerntete Wolle auch gleich vor Ort weiterverarbeitet.

Ein Hinweis bei der Verwendung von Angorawolle ist dennoch nötig. Schwitzt man in einem Angorapullover, besteht die große Gefahr des Verfilzens unter dem Ärmel. Daher ist es vorteilhaft und sicherer Schweißblätter einzunähen, damit Sie lange Zeit ungetrübte Freude an Ihrem Angorawollteil haben.

Außerdem sollte Angorawolle generell nicht für die Herstellung von Babykleidung verwendet werden, da feinste Fasern sich ablösen  und die Atmung der Kleinen beeinträchtigen können.

Laut Herstellerangabe wird die Wolle mit Nadelstärke 3 verarbeitet. Um ein lockeres Maschenbild zu erhalten, haben wir uns bewusst für Nadelstärke 4 entschieden. Gearbeitet wurde mit einer addi Premium Rundstricknadel (Größe 4, 60 – 80 cm Seillänge).

Des Weiteren wird eine Zopfnadel oder eine Nadel aus einem Nadelspiel benötigt mit einer Nadelstärke, die der der Stricknadel entspricht. Haben Sie keine in der Stärke 4, können sie auch auf eine kleinere Stärke (2,5 – 4) ausweichen.

Zum Vernähen wird eine Nähnadel mit großem Öhr benötigt. Wer beim Zusammennähen lieber die jeweiligen Teile zusammenstecken möchte, sollte einige Stecknadeln bereitliegen haben.

Das Strickmuster besteht aus einem Wechsel von zwei rechten und zwei linken Maschen. Die Strickschrift zeigt Ihnen an welchen Stellen die Verzopfungen vorgenommen werden.

Hier kommst du zur Strickschrift

So wird der Schal gestrickt

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  • Es werden 80 Maschen aufgenommen.
  • Nun wird nach der Strickschrift, die du dir herunterladen kannst, gearbeitet (s. Strickmuster). Dabei werden die Muster A und B in folgendem Rhythmus aneinander gefügt: Muster A, Muster B, Muster A, Muster B, Muster A
  • Für den Schal wird der abgebildete Rapport 15mal gestrickt. Anschließend werden noch einmal die Reihen 1 bis 29 gearbeitet. Dann wird bei einer Länge von 150 cm locker abgekettet.

So wird verzopft

Bei den Verzopfungen werden an den angegebenen Stellen zunächst 8 Maschen auf die Zopfnadel gelegt. Im Muster A wird die Zopfnadel vor die Arbeit gelegt. Im Muster B wird die Zopfnadel hinter der Arbeit geparkt.

Wie in der Strickschrift angegeben, werden 8 Maschen auf die Hilfsnadel gelegt.

Lege beim Muster A  die Zopfnadel vor die Arbeit.

Beim Muster B wird die Zopfnadel hinter die Arbeit gelegt.

Die folgenden 8 Maschen werden gestrickt.

Jetzt wird die Zopfnadel abgestrickt. Nach weiteren 16 Maschen geht es zur nächsten Verzopfung.

Aus dem Schal wird ein toller Loop

Durch das Zusammennähen der ersten und der letzten Reihe des Schals entsteht ein Loop, der doppelt um den Hals gelegt werden kann. Durch die Größe des Loops besteht die Möglichkeit, eine Loopschlaufe über den Kopf zu ziehen und auf diese Weise bei sehr kaltem Wetter auch die Ohren zu schützen.

Lege den Schal vor dich. Schlage den Schal zur Hälfte ein. Nähe mit einem Steppstich die beiden kurzen Seiten zusammen.

Beim Schließen der Naht ist darauf zu achten, dass das Zopfmuster fortgeführt wird. Dabei werden an den Stellen, an denen eine Verzopfung sein müsste, kleine Falten eingenäht. Das ist zunächst etwas kniffelig. Wir empfehlen, die jeweilige Verzopfung zuvor mit Stecknadeln zu fixieren.

Beim Schließen der Naht ist darauf zu achten, dass das Zopfmuster fortgeführt wird.

Aus dem Loop wird eine Weste

Durch eine einzige Naht von 30 cm wird aus dem Loop rasch eine ausgesprochen kleidsame Weste. Sie hält Nacken und Rücken wunderbar warm.

Am Rand des Loop haben sich hübsche Wellen gebildet. Die Zeichnung zeigt, dass der Loop doppelt gelegt wird. Dabei liegt die Loopnaht in der Mitte. Achte, dass immer eine Welle und ein Tal übereinander liegen. Stecke mit Stecknadeln die beiden Kanten fest. Nähe von der Loopnaht erst 15 cm zu der einen, dann 15 cm zu der anderen Seite.

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