in

Ideen für ein Buch finden und entwickeln

Wie finde ich gute Ideen für ein Buch?

Viele träumen davon einmal im Leben ein Buch zu schreiben. Aber wie findet man gute Ideen für ein Buch?  Wie konstruiert man einen völlig neuen Plot? Unmöglich ist das nicht, man muss sich nur ein gewisses Denken aneignen und vielleicht auch erlauben.

In diesem Artikel (oder auch in meinem zugehörigen Video zum gleichen Thema) gebe ich ein paar Tipps, die helfen können flüchtigen Idee und Gedanken zu einem richtigen Fundament für eine Geschichte zu formen.

Dabei ist ein Leitsatz ganz zentral:

Kreativität setzt Mut voraus, Dinge zuzulassen.

Werbung

Denn nur so entstehen neue Ideen. Um etwas zu erschaffen, was noch nicht da war, muss man ganz absurde Gedankenspiele aufstellen. Am Ende verwirft man vielleicht 99%, aber das 1% wird es so noch nicht gegeben haben.

Mario Pricken hat das schön ausgedrückt in seinem Buch zum Kreativen Arbeiten „Kribbeln im Kopf“, auf. S. 22:

„Trennen Sie Ideenfindung radikal von der Zielformulierung sowie von der Ideenweiterentwicklung und Ideenbewertung.“

Sprich: Erst frei und wild drauf los denken, dann die Ideen bewerten.

Ein Beispiel: Ich will einen Krimi schreiben. Aber wo fang ich an? Wahrscheinlich orientiere ich mich ein bisschen an Krimis, die ich gelesen habe und gut fand. Aber zu viel will und sollte man ja auch nicht übernehmen. Sonst ist es ja keine eigene Geschichte.

Ein Klischee wäre, dass es einen Kommissar oder eine Kommissarin gibt und die rennt durch eine bedrückende Kleinstadt. Und es gibt irgendein Fall. Vielleicht will ich auch so ein Setting für mein Buch. Oder ich hab eher Lust auf ein Szenario im Süden. Wo auch immer. Wie finde ich jetzt eine originelle Idee? Oder wie erschaffe ich etwas anderes?

Werbung
Werbung

So findest du Ideen für ein Buch

Ich würde mir jetzt einen Notizzettel nehmen und mal alle Szenarien durchspielen, die mir so einfallen. Das kann jetzt total blöd und albern sein.

Ein paar Beispiele: Ein Kommissar der kein Blut sehen kann. Eine Omi, die auf ihre letzten Tage entscheidet, eine Privatdetektei aufzumachen. Oder der Ehemann der Kommissarin plant sich umzubringen. Oder plant sie umzubringen? Was auch immer. Und nun setzt man mehrere Sachen in einen Kontext oder man setzt exzentrische Charaktere in diesen Kontext. Und guckt, was zusammen irgendwie interessant wird. Die Detektiv Omi und ein Fall, der sich um eine heiße Affaire dreht. Die Detektiv Omi im Altersheim.

Es wird noch klarer, wie man eine Idee für ein Buch finden kann, wenn man ganz bekannte Beispiele beleuchtet. Ein toller Input ist da der Film „Yesterday“ von Danny Boyle, das Drehbuch ist von von Richard Curtis. Da ist mir das „Spinnen“ besonders aufgefallen. Der Plot ist: Ein erfolgloser Musiker hat einen Unfall und als er aufwacht, stellt er fest, dass es die Beatles nie gegeben hat. Er ist der einzige Mensch, der die Lieder noch kennt.

So runtergebrachten klingt das total bizarr! Als Curtis den Film geschrieben hat, muss er diesen Gedanken einfach mal zugelassen haben. Wie verrückt wäre eine Welt ohne die Musik der Beatles? Und wenn man sich einmal an den Gedanken festhält und Charaktere in diese absurde Geschichte setzt, wird auf einmal ein unglaublich lustiger und neuer Plot draus.

Ein noch weitaus bekannteres Beispiel wäre „Die Tribute von Panem“: Kinder, die sich abschlachten? Hilfe! Wenn Suzanne Collins diese Idee im Rohzustand geäußert hätte, hätte man sie womöglich direkt in die Psychiatrie eingeliefert. Aber nachdem sie so eine schlüssige und gruselige Welt um diese Idee herum gestrickt hat, ist auf einmal ein Bestseller draus geworden.

Also mein Tipp wenn du nach Ideen für ein Buch suchst: schreib einfach alle Gedanken auf, auch wenn sie noch so absurd sind. Sammle das über eine Zeit und setz dann immer wieder Personen zusammen in einen Kontext und in ein Umfeld. Und wenn sich dann ein paar Ideen konkretisieren, erst dann gehts an das Thema Logik und Zielgruppe. Jetzt kann man behutsam seiner Geschieht eine Richtung geben. Die Detektiv Omi aus seinen wilden Gedankenspielen aus Ibiza, oder wo man sie noch überall platziert hat, holen. Und zurück in die mystische Kleinstadt setzen.

Ich hoffe, dass diese Technik hilfreich für euch ist und ihr sie vielleicht nutzen könnt um euch ein bisschen freier zu machen. Ich glaube oft versteift man sich schon ganz zu Anfang auf eine gewisse Szenerie und schränkt sich dabei selbst im Ideenfluss ein.

Du hast schon längst ein Buch geschrieben, bist aber auf Verlagssuche? Dann schau doch mal hier!

Werbung

Melden

Geschrieben von Marit

Marit kommt aus Hamburg und hat ihren Bachelor in Modedesign gemacht. Neben inspirierenden Designprojekten an der Nähmaschine arbeitet Marit als Illustratorin und Autorin.
Marit ist Gründerin von makema.de.

Wie gefällt dir der Artikel?

32 Punkte
Upvote Downvote

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Top 6 Sommerbücher 2020: Urlaub für zwischendurch