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Die 5 besten Alternativen zu Dawanda, Etsy, Makerist und Palundu

Alternativen zu Dawanda und Etsy? Der Markt für den Verkauf von Handarbeit, DIY und selbst gemachtem ist groß. So groß, dass sich in den letzten Jahren Verkaufs-Plattformen wie Dawanda, Etsy, Makerist und Palundu ein lukratives Geschäft aufgebaut haben, indem jeder ein Stück abhaben möchte. Doch der Unmut der Verkäufer steigt und man schaut sich nach Alternativen um.

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Niemand weiß, wie gut es um die Plattformen gestellt ist und welche Strategie letztlich die beste ist. Derzeit wird viel erzählt.
Der Autor empfiehlt, sich nach Alternativen zu Dawanda und Etsy umzusehen.

Alternativen zu Dawanda und Etsy: Der Verkauf von Handarbeit über Onlineplattformen alternativen zu dawanda Die 5 besten Alternativen zu Dawanda, Etsy, Makerist und Palundu
Alternativen zu Dawanda und Etsy: Der Verkauf von Handarbeit über Onlineplattformen (Foto: Envato)

Der umkämpfte Markt der Handarbeiter

Ähnlich wie mit Billigfliegern oder Fernbussen: Das beste Angebot gewinnt und beherrscht irgendwann den Markt. Die Unternehmen fahren kurz- und langfristige Strategien, um die bereits verteilten Nutzer auf ihre Plattform zu bekommen. Doch mit welchen Herausforderungen haben die Plattformen und Verkäufer zu kämpfen?

Der deutsche Platzhirsch DaWanda hatte scheinbar den Markt schon für sich entschieden. Doch dann erhöht das 2006 gegründete Unternehmen aus Berlin seine Provision auf 9,5% und erhält nicht nur große Konkurrenz durch die internationale Plattform Etsy, sondern  Nutzer werden von Mitbewerbern abgeworben.

Makerist, das ewige Startup aus Berlin verfolgt die Strategie, erfolgreiche Verkäufer anderer Anbieter auf seine Plattform zu locken. Doch auch die Stimmen der abgeworbenen Verkäufer drücken ihren Unmut über eine stolze Provision von 20% und das wenig nutzerfreundliche Verkäuferportal aus. Zudem lockt Makerist seine Kunden mit Rabatten, die letztlich zu Lasten seiner Verkäufer gehen.

Etsy ist gut. Doch sein Marktvorteil der mehrsprachigen Plattform ist gleichzeitig das größte Problem, denn die Individualität der Handarbeit wird in der Masse der größtenteils gewerblich produzierenden Händler überhaupt gar nicht mehr gefunden.

Bleibt noch Palandu. Der Markt für die ehrliche Handarbeit führt neben seiner Verkaufsprovision von 10% nun eine zusätzliche, monatliche Gebühr ein. Zu viel für den ehrlichen Handarbeiter und er schaut sich nach Alternativen um.

Dein Lieblingsshop hat neue Produkte eingestellt, schau vorbei!
Kundenbindung wird von den Plattformen unterstützt. Umsatz ist das Ziel.

Das Haifischbecken: Plattformen wie Dawanda, Etsy & Co kämpfen um die Macht. alternativen zu dawanda Die 5 besten Alternativen zu Dawanda, Etsy, Makerist und Palundu
Das Haifischbecken: Plattformen wie Dawanda, Etsy & Co kämpfen um die Macht. (Zeichnung: Marit)

Die große Sorge: Wie lange hält der Trend der Handarbeit noch an?

alternativen zu dawanda Die 5 besten Alternativen zu Dawanda, Etsy, Makerist und Palundu
Die 5 besten Alternativen zu Dawanda, Etsy & Co.

Alle Plattformen haben eines gemein: Sie müssen mit guten Konditionen potentielle Verkäufer überzeugen, mit guten Angeboten Kunden gewinnen und selber hohe Gewinne generieren. Dass diese Herausforderung schwierig ist, leuchtet jedem ein.

Dass neue Plattformen als Alternative zu Dawanda und Etsy zunehmend als Bedrohung wahrgenommen werden, zeichnet sich in den Strategien aller Anbieter ab. Auch bleibt die Sorge im Raum, wie lange der Trend der Handarbeit überhaupt noch anhält. Deshalb winken Plattformen mit krassen Angeboten, um Besucher zu Käufern zu machen. Jedoch zu Lasten der Verkäufer, die ihre Handarbeit immerhin noch gut kalkuliert selber herstellen und nicht aus Fernost beziehen.

Nun, warum suchen sich Verkäufer keine Alternativen zu Dawanda und Etsy?

Gerade Dawanda hat seine Plattform für Verkäufer in den letzten 11 Jahren perfektioniert. Das Einstellen von Artikeln kostet zwar Geld, jedoch ist es bei keinem Anbieter so einfach wie bei DaWanda. Dem Nutzer ist das Portal vertraut und hat dort unzählige Produkte gelistet. Ein Umzug zu Alternativen zu Dawanda und Etsy wäre ein zeitlicher und logistischer Kraftakt, den eine Privatperson ungern auf sich nimmt.

Über Jahre war ich sehr zufrieden mit dir, dawanda. Dein Shop war für Verkäufer einfach und schnell zu gestalten. Die Oberfläche war verständlich für Käufer wie auch Verkäufer gemacht und die Kosten – nun ja – waren überschaubar und relativ machbar. Dein Vorteil war immer eine gute Werbung und damit entsprechende Verbreitung. So war die Chance gegeben relativ gut ‚entdeckt‘ zu werden.

Dann aber erneuerst du dein ‚Angebot‘ an Zahlungsmodalitäten und erhöhst im gleichen Zug die Kosten für deine Verkäufer.
Daniela über Dawanda in ihrem Beitrag auf weiche welten

Kundenbindung auf alternativen Plattform?

Verkäufer haben auf in ihrem ganz persönlichen Shop, den sie über Jahre gepflegt haben, einen Kundenstamm aufgebaut. Die Plattformen kurbeln den Verkauf zusätzlich mit Emails wie “Dein Lieblingsshop haben neue Produkte eingestellt, schau vorbei!” an. Der Umzug zu Alternativen zu Dawanda und Etsy könnte das Geschäft in Gefahr bringen.

Zukunft sichern: Alternativen zu Dawanda und Etsy aufbauen

Niemand weiß, wie gut es um die Plattformen gestellt ist und welche Strategie letztlich die beste ist. Derzeit wird viel erzählt. Doch wer bereits einen Shop auf einer der Plattformen unterhält, sollte sich zusätzlich nach einer Alternative zu Dawanda und Etsy umsehen.

1. Baue deinen eigenen Onlineshop auf

Wer wiederkehrende Produkte mit individuellen Komponenten wie Größe oder Farbe hat, sollte über einen eigenen Onlineshop nachdenken. Hierfür gibt es mittlerweile sogar Anbieter, bei denen keine Programmierkenntnisse mehr notwendig sind. Der größte Anbieter hierfür ist Shopify. Andere simplen Software-as-a-Service-Shopsysteme (SaaS) gibt es z.B. von plentymarkets oder bigcartel.

Vorteile des eigenen Onlineshops

  • Du kannst deinen Shop unter deiner eigenen Domain frei gestalten.
  • Du kannst viele Produkte (auch gewerblich) anbieten.
  • Du entscheidest über Preise, Rabattcodes und Aktionen.
  • Du zahlst keine Provisionen für deine Arbeit.

Nachteile des eigenen Onlineshops

  • Du wirst schwieriger von deiner Zielgruppe gefunden.

2. Handarbeit verkaufen über Ebay Kleinanzeigen

Ebay ist jetzt nicht gerade das Aushängeschild, wenn es um hübsch dekorierte Shops geht. Jedoch bietet das kostenlose Portal eine enorme Reichweite und deine Produkte werden gefunden. Beste Kategorie: Basteln, Handarbeiten und Kunsthandwerk.

Vorteile von Ebay

  • Du hast eine große Reichweite.
  • Du zahlst keine Provisionen für deine Arbeit.

Nachteile von Ebay

  • Ebay ist nicht sonderlich schön für deine hübschen Produkte.
  • Gewerbliches Verkaufen ist nicht erlaubt.

3. Verkaufen über Facebook Gruppen und Instagram

Das wahre Geheimnis von Facebook sind die Gruppen. Es gibt Gruppen für alle vorstellbaren Bereiche, die in ihrem Codex das Anbieten von Produkten sogar explizit erlauben. Tipp: Wer über seine Facebook Seite auch gewerblich verkaufen möchte, kann sein Shop-System auch integrieren, Stichwort: Embedded Shop.

Wer seine selbst gemachten Produkte auf Instagram zeigt, hat vielleicht sogar schon Anfragen erhalten. Aufträge über Instagram entwickelt sich zu einem großen Trend, denn viele Handarbeiter haben Instagram als Alternative zu Dawanda und Etsy bereits erfolgreich für sich entdeckt.

Vorteile von Facebook Gruppen & Instagram

  • Du hast Zielgruppe mit hoher Affinität zu deinem Produkt.
  • Du knüpfst neue Bekanntschaften.
  • Du zahlst keine Provisionen für deine Arbeit.

Nachteile von Facebook Gruppen & Instagram

4. Verkaufen über Pinterest

Das Projekte Ezebee, das in seiner Grundidee eine Plattform wie Etsy im Stil von Pinterest kombiniert, könnte schon bald seinen Rang abgelaufen bekommen. Denn Pinterest plant eine Verkaufsmöglichkeit für Produkte samt Preisanzeige in seine beliebte Bildersuche zu integrieren. Inwieweit das in Deutschland rechtlich möglich ist, bleibt der Rechtsabteilung überlassen. Bis dahin ist Pinterest eine geniale Plattform, um auf seine Handarbeit aufmerksam zu machen.

Vorteile von Pinterest

  • Du hast Zielgruppe mit hoher Affinität zu deinem Produkt.
  • Du knüpfst neue Bekanntschaften.
  • Du zahlst keine Provisionen für deine Arbeit.

Nachteile von Pinterest

  • Gewerbliches Verkaufen ist nicht erlaubt, wenn kein offizieller Kaufvertrag geschlossen wurde.

5. Verkaufen über Pop Up Stores

Pop Up Stores wachsen in jedem gentrifizierten Stadtteil wie Pilze aus dem Boden. Die Ladenfläche mit vorwiegend individuellen Produkten von Designern wird von mehreren Anbietern über einen vereinbarten Zeitraum genutzt. Eine Provision erhält der Ladenbesitzer, du kannst zusätzlich Leute einladen, den Pop Up Store zu besuchen.

Vorteile eines Pop Up Stores

  • Du hast eine Zielgruppe mit hoher Affinität zu deinem Produkt.
  • Kunden können deine Produkte anfassen, bevor sie sie kaufen.
  • Du brauchst dich um den Verkauf selber nicht zu kümmern.

Nachteile von Pinterest

  • Das Einzugsgebiet für deine Kunden ist regional begrenzt.

(Danke an Mia von foxboyheartsowlgirl für den Tipp)

Fazit: Alternativen zu Dawanda und Etsy

Du solltest deinen Shop auf Dawanda, Etsy, Makerist & Co jetzt nicht sofort schließen (außer es gibt einen akuten Grund dazu). Eine auffällige Fluktuation von erfolgreichen Verkäufern, und die wechselnden Strategien der Plattformbetreiber weisen aber darauf hin, dass gerade viel Unruhe im Markt ist.

Unsere 5 Alternativen zu Dawanda und Etsy sollen ein Denkanstoß sein, sich nicht von einer einzigen Plattform abhängig zu machen.

Was denkst du dazu? Schreibe es unten in die Kommentare und lasst uns diskutieren!

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Geschrieben von Mark

Wohnt in Hamburg. Stammt aus Köln, absolvierte dort sein Designstudium. Hatte die Idee zu sockshype 2010, als er täglich zur einer Werbeagentur nach Düsseldorf pendelte.

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