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Resteloop aus Sockenwolle – Anleitung

So kannst du auch deine Wollreste verwenden

Resteloop aus Sockenwolle

Socken stricken und dabei die Wolle bis auf den letzten Rest einsetzen. Das kommt wirklich nur ganz selten vor. Wer nicht gerade megagroße Socken strickt, wird immer einen Rest übrig halten. So hatte sich auch bei mir ein ganzer Korb mit Sockenwollresten angesammelt. Und eine solche Auswahl an bunten Garnen ist ja auch praktisch, um ab und an mal für andersfarbige Akzente in neuen Socken aus dem Vorrat zurück zu greifen. Doch bevor der Korb an seine Kapazitätsgrenzen stößt, war mein Plan, einen Resteloop aus Sockenwolle zu stricken, frei nach dem Motto:

Viele bunte Fäden machen den Winter farbenfroh.

Die Sockenwollreste werden zunächst ausgewählt. Dann entsteht Runde um Runde der farbenfrohe Loop.

Strickweise des Resteloops aus Sockenwolle

Meinen Loop arbeitete ich in Runden, mit dem Vorteil, dass die Fäden einfach miteinander verknotet im Inneren verbleiben. Ein Vernähen wird so überflüssig. Die letzte Maschenrunde und die Maschen aus dem Maschenanschlag nähte ich mit dem Maschenstich zusammen. Dieses Zusammennähen wäre praktischer gewesen, wenn ich mit einem provisorischen Maschenanschlag begonnen hätte. Aber es ging auch so.

Resteloop aus Sockenwolle - Fäden im Inneren
Die Fäden werden aneinander verknoten. Im Inneren des rundgestrickten Loops verschwinden die Fadenenden.

Die Auswahl der Garne und Farben

Für meinen Resteloop verwendete ich ausschließlich Sockenwolle. Ein besonderes Farbkonzept habe ich hier nicht verfolgt. Ich wechselte die Farben nach einer bis spätestens drei Runden. Dabei habe versucht, ein gutes Verhältnis von hellen und leuchtenden Farben mit dunklen Farbtönen zu kombinieren. Praktisch waren auch selbstmusternde Garne mit recht kurzen Farbwechseln. Hier konnte ich über mehrere Runden weiterarbeten, ohne den Faden zu wechseln. Besonders gefielen mir selbstmusternde Garne, bei denen sich meist zwei unterschiedliche Farben maschenweise abwechselten.  Da davon nicht so viele in meinem Korb waren, habe ich dann hin und wieder mit zwei Wollfäden im Jacquardmuster die “Punkte” selber eingearbeitet.

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Bunte Farben reihen sich für maximal drei Runden übereinander.
Bunte Farben reihen sich für maximal drei Runden übereinander. Besondere Optik ergeben selbstmusternde Garne beim Resteloop aus Sockenwolle.

Die Größe meines Resteloops aus Sockenwolle

Der Resteloop aus Sockenwolle hat einen Umfang von 80 cm und eine einfache Breite von 30 cm (Da der Loop doppelt liegt, hat eine Runde eine Länge von 60 cm.).

Anleitung zum Resteloop aus Sockenwolle

Du benötigst gut 200 g Sockenwollreste in unterschiedlichen Farben sowie eine Rundstricknadel mit einem Durchmesser von 2,5 mm und einer Länge von 60 cm. Des Weiteren solltest du eine Vernähnadel sowie eine Schere in deinem Strickkorb haben.

Alternative mit provisorischem Maschenanschlag: Zudem benötigst du eine weitere Stricknadel 2,5 mm, eine Häkelnadel 2,5 mm und einen nicht filzenden Faden, falls du mit einem provisorischen Maschenanschlag beginnst.

  • Schlage 180 Maschen evtl. mit dem provisorischen Maschenanschlag an.
  • Schließe die Maschen zur Runde. Achte darauf, dass sich die Maschen nicht verdrehen.
  • Arbeite in Runden mit rechten Maschen.
  • Wechsle alle ein bis drei Runden die Farbe.
  • Sobald dein Loop eine Länge von 80 cm erreicht hat, kettest du die Maschen ab.

Alternative mit provisorischem Maschenanschlag: Hier entfällt das Abketten. Dafür löst du die Luftmaschenkette auf und schiebst die Maschen auf eine separate Stricknadel.

Alternative mit provisorischem Maschenanschlag: Hast du Anfangs- und Endmaschen jeweils auf einer Nadel, nähst du die Maschen nahtlos mit dem Maschenstich zusammen.

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Variation – Farbkonzept

Wenn dir das Kunterbunte bei meinem Loop nicht zusagt, kannst du auch deine Reste farblich sortieren und so zum Beispiel verschiedene Rosa- bis hin zu Rottönen, Hell- bis Dunkelblautöne etc. mischen. Dabei könnte ich mir gut vorstellen, entweder nur in einem Farbschema zu bleiben oder wie bei einem Regenbogen die verschiedenen Farbtonfolgen über das ganze Strickstück zu verteilen.

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Inspirationen findest du vielleicht bei diesen Happyscrappy-Socken.

Variation – Muster und breitere Streifen stricken

Interessant können auch farblich breitere Streifen sein, die vielleicht  mit unterschiedlichen Rechts-links-Mustern, wie Perlmuster, großes Perlmuster etc. gestrickt werden. Auch Hebemaschenmuster sehen interessant aus.

Variation – keine Garnreste vorhanden

Hast du keine Garnreste, so könntest du vier Knäuel Sockenwolle à 50 g kaufen und deinen Loop mit der Helix Knitting-Technik stricken.

Variation – einen Schal stricken

Auf die gleiche Weise kannst du auch einen Schal stricken. Da das Material bereits doppelt liegt, würde ich ihn aber schmaler stricken. Wenn dein Schal eine Breite von 20 cm haben soll, nimmst du 120 Maschen auf. Für eine Breite von 25 cm benötigst du für eine Runde 150 Maschen.

Die Mindest-Länge deines Schals sollte bei seitlich ausgestreckten Armen die Entfernung von einen Handgelenk zum anderen sein.  Die Maximal-Länge kannst du ermitteln, indem du bei seitlich ausgestreckten Armen die Entfernung zwischen deinen beiden Mittelfingerkuppen misst.

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Kein Loop, kein Schal wird dem anderen gleichen. Sei einfach kreativ! Ich wünsche dir viel Spaß dabei.

Geschrieben von Barbara

Kommt aus Köln. Tüftelt täglich an neuen Ideen & Anleitungen. Besucht gerne Handarbeitsmessen und knüpft immer zufällig neue Kontakte. Sie ist die erfahrenste Strickerin unter den Autoren. Alle Artikel von Barbara ansehen.

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